
Die Kreative Ökonomie ist mehr als das Versprechen „Wohlstand für Alle“. Sie ist das genaue Gegenteil der alten Industrialisierung: Masse hat keine Zukunft mehr. Das gilt für das Produkt, und das gilt für die Frage, mit welchen Ressourcen wir künftig arbeiten. Henry Ford hatte noch das Problem, wie die Arbeiter am Fließband das Denken ausschalten. Heute geht es darum, zu individualisieren. Produkte, Lösungen, aber auch die Verantwortung und die gestalterischen Möglichkeiten an jedem einzelnen Arbeitsplatz. Politik und Wirtschaft müssen dafür an den Rahmenbedingungen arbeiten. Bildung und die Sicherung der Standortbedingungen für die heimische Industrie – beides gehört zusammen. Eine kreative Ökonomie zu sein – dieser Begriff hat die Chance, nicht nur den Grundkonsens zur existenziellen Bedeutung der Industrie für den Wirtschaftsstandort Deutschland zu erneuern, sondern auch neue Begeisterung für die darin liegenden Zukunftsoptionen zu entfachen.