

Zum ersten Mal in der Geschichte der Werkstofftechnik soll in NRW eine neue Klasse von Strukturwerkstoffen unter Einbindung von ab-initio Methoden vorhergesagt, gefertigt und charakterisiert werden.
Dieses Ziel wird in dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Sonderforschungsbereich SFB 761 „Steel – Ab Initio“ gemeinsam von der RWTH Aachen und dem MPI für Eisenforschung in Düsseldorf verfolgt. Etwa 30 Wissenschaftler erkunden hier durch eine enge Verzahnung von Quantenmechanik, phänomenologischen Modellen, Prozessentwicklung, Halbzeug-Verarbeitung und Charakterisierung eine neue Eisen-Matrix mit hohen Mangangehalten.
Die Werkstoffe weisen eine bisher für nicht möglich gehaltene hervorragende Kombination von hoher Festigkeit und sehr guter Umformbarkeit auf und können beispielsweise im Automobilbau für Leichtbau und Crash-Sicherheit genutzt werden. Eine Verknüpfung mit Industriepartnern stellt die Praxisrelevanz, die Einbindung internationaler Partner die wissenschaftliche Qualität der entwickelten Methoden sicher.
Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Bleck, Institutsleiter Institut für Eisenhüttenkunde, RWTH Aachen University, August 2008, Aachen